In Beschaffungsanfragen von Banken, Versicherungen, Kanzleien und der öffentlichen Verwaltung tauchen seit der CSRD-Welle dieselben drei Fragen auf. Woher kommt das Holz. Wie hoch ist der CO₂-Fussabdruck pro Stück. Was passiert am Lebensende. Diese Seite beantwortet alle drei für unsere Shelter Office Pods, mit den Belegen, die in einem Audit halten.
Drei Antworten für ESG-Audits
Schweizer-Holz-Label
Strengste Holz-Zertifizierung im Markt
Schweizer Forst- und Umweltgesetze, nationale Herkunft, kurze Wege. Strenger als FSC oder PEFC, weil es zusätzlich die regional kontrollierte Wertschöpfungskette zertifiziert.
CO₂-Speicher
0,7 bis 0,9 t pro m³ Holz
Massivholz speichert biogenen Kohlenstoff über die gesamte Nutzungsdauer. Verbundmaterialien aus Petrochemie oder Aluminium tragen diese Eigenschaft nicht.
Audit-bereit
LCA, EN 717-1, Buyback
Lebenszyklus, VOC-Messprotokoll und Lebensende-Optionen werden im ESG-Dossier dokumentiert ausgewiesen — passend zu ESRS E1 und Scope 3.
Warum Massivholz, warum Esche
Wir bauen die tragenden Wandelemente unserer Office Pods aus Massivholz Esche. Andere Hersteller setzen häufig auf Glas-Aluminium-Konstruktionen oder PET-Filz auf Stahlrahmen — Bauweisen mit anderen akustischen, haptischen und ökologischen Profilen. Drei Gründe sprechen aus ESG-Sicht für die Massivholz-Konstruktion:
- Biogene Kohlenstoffspeicherung. Massivholz speichert rund 0,7 bis 0,9 Tonnen CO₂ pro Kubikmeter über die gesamte Nutzungsdauer. Verbundmaterialien aus Petrochemie oder Aluminium tragen diese Eigenschaft nicht.
- Kreislauffähigkeit am Lebensende. Massivholz ist thermisch oder stofflich verwertbar, ohne Trennschritte. Mehrkomponenten-Konstruktionen mit Aluminium und Glas erfordern aufwändige Materialtrennung im Recycling.
- Luftqualität im Innenraum. Esche emittiert nach EN 717-1 keine messbaren VOC oder Formaldehyd. Beschichtete Verbundmaterialien können je nach Versiegelung einen Grundpegel emittieren.
Esche ist innerhalb der Schweizer Hölzer eine pragmatische Wahl: harte Faserstruktur (deshalb akustisch belastbar), heimisch verfügbar, klimaresistent, gut nachwachsend. Die Esche im Westschweizer Jura wird seit Generationen forstwirtschaftlich gepflegt. Unser Eschenholz trägt das Schweizer-Holz-Label — die strengste Holz-Zertifizierung, die im DACH-Markt verfügbar ist.
Die Lieferkette in vier Schritten
Die Kurzfassung: Über 80 % der Wertschöpfung findet innerhalb eines Radius von 100 km um die Produktion statt. Hier die vollständige Lieferkette:
1. Forstwirtschaft, Westschweizer Jura
Wir beziehen Esche von Forstbetrieben im Westschweizer Jura. Das Holz trägt das Schweizer-Holz-Label; die Zertifikatsnummern sind im ESG-Dossier auf Anfrage hinterlegt. Schlagvolumen pro Pod-Linie: rund 0.1325 m³ Stammholz für Single, 0.1938 m³ für Double, 0.2179 m³ für Team.
2. Sägewerk
Das Stammholz geht zum Sägewerk Bremgarten (etwa 110 km vom Forst), wo es zu Brettern und Bohlen geschnitten und auf 8 bis 12 % Restfeuchte natürlich getrocknet wird. Die Trocknung dauert je nach Stärke 6 bis 18 Monate. Dieser Schritt ist energieextensiv (Trocknung passiv), nicht energieintensiv.
3. Verarbeitung
Die Verarbeitung zu Pod-Komponenten findet in der Nähe von Schwyz statt, etwa 50 km vom Sägewerk. Hier werden die Holzelemente CNC-gefräst, mit Akustik-Innenstruktur versehen und zu Modulen vorgefertigt. Verleimt wird nur dort, wo Massivholz konstruktiv nicht reicht, und ausschliesslich mit emissionsarmen, wasserbasierten Klebern (D3-Klassifikation).
4. Endmontage und Lieferung
Der Aufbau erfolgt direkt bei der Kundschaft in der Schweiz. Durchschnittlicher Lieferweg vom Werk zum Kundenstandort: 150 km. Aufgebaut wird ein Pod von zwei Personen in 2 Stunden, bohrungslos und ohne Eingriff in die Bausubstanz. Damit ist der Aufbau in der ganzen Schweiz ohne Bewilligung möglich.
Material-Vergleich: Massivholz versus Verbundwerkstoffe
Für ESG-Verantwortliche, die Office-Pod-Anbieter vergleichen müssen, ist hier eine Materialcharakteristik-Übersicht der verbreiteten Konstruktionen am Markt. Sie ersetzt keine LCA-Studie. Für Audit-Belege empfehlen wir, beim jeweiligen Anbieter die Original-LCA und EPD-Dokumente anzufordern.
| Eigenschaft | Massivholz Esche (Shelter) | Glas-Aluminium | PET-Filz auf Stahl |
|---|---|---|---|
| CO₂-Bilanz Herstellung | niedrig (Holz speichert CO₂) | hoch (Aluminium energieintensiv) | mittel-hoch (Stahl + Petrochemie) |
| Wertschöpfungsregion | > 90 % Schweiz | überwiegend EU/Asien | gemischt |
| Lebensende | thermisch / stofflich verwertbar | Mehrkomponenten-Trennung nötig | PET-Filz nicht wirtschaftlich recycelbar |
| VOC-Emissionen Innenraum | nicht messbar nach EN 717-1 | je nach Versiegelung | je nach PET-Felt-Spezifikation |
| Reparierbarkeit | hoch (Massivholz schleifbar) | mittel (Glas tauschbar, Rahmen aufwändig) | mittel (Filzpaneele tauschbar) |
Schweizer-Holz-Label: die strengste Holz-Zertifizierung im Markt
Das Schweizer-Holz-Label trägt unsere Holz-Lieferkette von Anfang bis Ende. Es ist die anspruchsvollste Holz-Zertifizierung, die wir im Markt finden — anspruchsvoller als FSC oder PEFC, weil es zusätzlich zur Forstwirtschaft die nationale Herkunft, die Schweizer Forst- und Umweltgesetzgebung und die kurzen Wege zertifiziert. Mehr zur Zertifizierung und zum Vergleich finden Sie im Artikel Made in Switzerland — wie lokale Produktion preislich überzeugt.
Was das Schweizer-Holz-Label garantiert
Das Label Schweizer Holz wird vom Branchenverband Holzindustrie Schweiz vergeben und garantiert die Schweizer Herkunft des Rohstoffs entlang der gesamten Verarbeitungskette. Schweizer Forstgesetze gehören zu den strengsten weltweit, der Anteil naturnaher Bewirtschaftung ist überdurchschnittlich hoch, und die Transportwege bleiben kurz. Hintergrund: Holzindustrie Schweiz, FAQ zum Label Schweizer Holz.
Wo FSC und PEFC stehen
FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) sind international etablierte Forst-Zertifikate. Sie garantieren:
- Forstwirtschaft nach definierten ökologischen und sozialen Standards
- Chain of Custody, also dokumentierte Herkunft vom Bestand bis zum Endprodukt
- Externe Audits durch akkreditierte Stellen
Was sie ausdrücklich nicht abdecken:
- Eine konkrete CO₂-Bilanz pro Produkt — die kommt aus der LCA, nicht aus dem Forstzertifikat
- Die nationale Herkunft des Rohstoffs — die Standards können von Land zu Land erheblich variieren
- VOC-Verhalten oder Klebersystem im Endprodukt
In genau diesen drei Lücken setzt das Schweizer-Holz-Label genauer an — Herkunft, regionale Forstgesetze, kurze Wege sind explizit zertifiziert.
Was das Schweizer-Holz-Label im ESG-Audit leistet
Mit dem Schweizer-Holz-Label belegen wir die nationale Herkunft, die Einhaltung der Schweizer Forst- und Umweltgesetzgebung und die Verarbeitungskette innerhalb der Schweiz. Für die produktspezifischen Umweltkennzahlen (CO₂eq, VOC, Lebensende) liefern wir die LCA und das EN-717-1-Messprotokoll separat. Damit sind die zwei Audit-Ebenen abgedeckt: Herkunfts- und Forst-Zertifizierung über das Schweizer-Holz-Label, produktspezifische Umweltdaten über LCA und VOC-Messprotokoll.
ESG-Dossier auf Anfrage
Wir stellen ESG-Verantwortlichen, Beschaffungsstellen und Architekturbüros auf Anfrage ein vierseitiges Dossier zur Verfügung, das die Datenpunkte aus diesem Beitrag in geprüfter Form enthält:
- Schweizer-Holz-Label-Zertifikate
- Lieferantenliste mit Adressen
- Original-LCA pro Modell
- EN 717-1 VOC-Messprotokoll
- Kreislauf- und Buyback-Bedingungen
- Excel-Datei mit den LCA-Rohdaten für Ihr eigenes Scope-3-Modell
Eine transparente Lieferkette ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Office Pods in ESG-konformen Beschaffungen dokumentiert werden können — sowohl bei Direktkauf als auch im Miete. Wir teilen die Daten gern, mit Adressen, Zertifikatsnummern und Audit-Spuren.
Nächster Schritt
ESG-Dossier für Ihre Beschaffung
Vierseitiges Dossier mit Schweizer-Holz-Label-Zertifikaten, Original-LCA, VOC-Messprotokoll und LCA-Rohdaten für Ihr Scope-3-Modell. Antwort innerhalb eines Werktags.
Quellen und Standards: Holzindustrie Schweiz — Label Schweizer Holz: FAQ; FSC International (Vergleichs-Information); PEFC International (Vergleichs-Information); EN 717-1 (Bestimmung der Formaldehyd-Abgabe nach Kammerverfahren); Schweizer Studie zur Holz-Ökobilanz (ASTRA / Lignum); Sustainable Switzerland: Holz als CO₂-Speicher.
